Kai Huckenbeck und Tyler Haupt vertreten deutsche Farben
Im vergangenen Jahr gelang es Kai Huckenbeck beim Finalrennen der Speedway European Championship in Güstrow auf das Podest zu springen und er bewies mit seinem zweiten Platz, dass er in der Lage ist, in der internationalen Konkurrenz mehr als nur mitzuhalten.
Da ist es nicht verwunderlich, dass er sich besonders auf dieses Event freut und auf dem besonderen Oval in der Barlachstadt zeigen möchte, wie stark er in seinem fahrerischen Können gereift ist. Die nationale Konkurrenz konnte sich davon schon ein Bild machen, denn am vergangenen Wochenende gewann er den letzten Lauf zur Deutschen Einzelmeisterschaft und sicherte sich so den Vizetitel.
Bei diesem Rennen traf er auch wieder auf Tyler Haupt, der ihn beim DM-Lauf in Güstrow in einem sehenswerten Stechen bezwingen konnte und genau dieses Kunststück gelang dem Youngster als einzigem auch in Stralsund wieder.
Und genau diese beiden vertreten die deutschen Farben beim hervorragenden Finallauf zwei zur diesjährigen Europameisterschaft.
Der 16jährige Tyler Haupt hat die Veranstalter Wildcard erhalten und schaut mir großer Vorfreude auf dieses Ereignis. Druck verspürt er natürlich nicht, denn er kann in diesem Feld nur lernen, aber durchaus schon eine Anspannung. Denn so oft stand er bisher nicht in so einem Rennen und wenn es ihm gelingen sollte, seine beste Leistung abzurufen, dann wird es das Publikum sicher honorieren.
Aber genau die Unterstützung der Zuschauer brauchen die beiden, wenn am Samstag, den 5. September um 19 Uhr das Startband zu diesem SEC-Finallauf in die Höhe schnellt.
Denn die Konkurrenz ist enorm und sowohl international als auch in der polnischen Liga sehr erfahren. Als Führender nach dem ersten Lauf kommt der Däne Leon Madsen nach Güstrow. Er gewann im vergangenen Jahr zum ersten Mal das Rennen in der Barlachstadt und geht so wieder mit großen Ambitionen in das Event. Sein Landsmann Mikkel Michelsen wurde beim Auftakt in Zielona Gora Zweiter vor dem amtierenden Europameister Patryk Dudek aus Polen. Aber nicht nur die drei sind Anwärter auf das Podest in Güstrow – eigentlich müsste man andersherum fragen, wer hätte nicht das Zeug zum Sieg? – denn mit Michael Jepsen Jensen (Dänemark) sowie Kacper Woryna, Macej Janowski, sowie Przemyslaw und Piotr Pawlicki sind diese beiden Speedway-Nationen besonders stark vertreten. Aber auch der Lette Andzejs Lebedevs hat mit seinen Erfolgen in Güstrow schon gezeigt, dass ihm diese Bahn sehr gut liegt. Ebenfalls jeweils als einziger Vertreter ihrer Nationen sind in diesem Finalfeld Kim Nilsson (Schweden), Jan Kvech (Tschechische Republik), Adam Ellis (Großbritannien), Mathias Pollesstad, der richtig stolz ist, dass wieder einmal sein Heimatland Norwegen in diesem Wettbewerb dabei ist, und der U21-Weltmeister Nazar Parnitskyi (Ukraine) nominiert.
Motivation benötigen sie Aktiven sicher nicht, auch wenn die Aussicht, mit dem Gewinn des nationalen Titels, einen sicheren Platz im Grand Prix zu haben, bestimmt verlockend ist. Aber dieses attraktive Fahrerfeld spricht für Qualität und so können die Zuschauer im Güstrower Speedwaystadion wieder einmal tollen Sport erleben.
GM